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Eine Parabel auf die Menschlichkeit

Eine Parabel auf die Menschlichkeit

Christoph Oliver Struncks Kurzspielfilm „Der dritte König“

Von Birgit Schweitzer

Was für ein Einstand. Die Weltpremiere feierte der Kurzspielfilm „Der dritte König“ von Christoph Oliver Struncks im März beim Bermuda International Film Festival und gewann gleich zwei Auszeichnungen: für die außergewöhnliche schauspielerische Ensemble-Leistung und für die Bildgestaltung.

Struncks Parabel spielt Weihnachten 1944 im zweiten Weltkrieg und beobachtet den verirrten schwarzen US-Soldaten Jamar (Kelvin Burkard), der während eines Schneesturms Zuflucht in einer einsamen Jagdhütte sucht. Dort harrt eine Frau mit ihrem Sohn aus. Sehnsüchtig erwarte sie die Rückkehr ihres Mannes aus dem Krieg. Schwer verwundet sendet er von Zeit zu Zeit wenisgtens eine Botschaft. Als ein Wehrmachtskamerad ein neues Lebenszeichen überbringen möchte, droht jedoch die Eskalation.

Inspiration für das Sujet war die aussichtslose Schlacht im Hürtgenwald in der Nordeifel mit großen Verlusten auf beiden Seiten, sowohl der US-Army als auch der Wehrmacht. Struck: „Der Film ist eine mythische Parabel auf die Menschlichkeit an einem unmenschlichen Ort."

Der aus der Wetterau stammende Regisseur, Autor und Produzent, der in München an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) studiert hat, mag es, in Hessen zu arbeiten: „Meine Heimat ist immer wieder eine Quelle für Inspirationen. Und ich schätze hier die kurzen Wege des Netzwerkes aus Filmschaffenden, Festivals und Kinos.“

Durch Hessen-Film mit 60.000 Euro (Vorbereitung und Produktion) gefördert, konnte die Finanzierung mit einem aufwendigen Crowdfunding um 15.000 Euro aufgestockt werden. Denn Schneetief Egon, das im Januar 2017 in der einzigen Drehwoche über den Drehort im Spessart fegte, hatte Crew und Schauspielern, die zugunsten des Projektes auf ihre Gage verzichteten, einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Visuell war das ein Geschenk, logistisch aber eine Mammutaufgabe: Es entstanden hohe Mehrkosten, die wir ausgleichen mussten“, erklärt Tonio Kellner von Neopol Film, Produzent neben Struncks Esperanto Entertainment. Da der Film sich im Vorfeld schon einer breiten Community erfreute, konnten durch das Crowdfunding die Postproduktion, die Tongestaltung und Musikkomposition, digitale Bildbearbeitung, Visual Effects sowie Festivalkopien nachfinanziert werden. Bei der Vorpremiere in Frankfurt gab es langanhaltenden Applaus für den 25-minütigen Film, der derzeit durch die Welt auf Festivals tourt.

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