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Grußwort

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser der GRIP,

das GRIP Magazin legt in diesem Monat den Fokus auf Kinder- und Jugendfilme. Mit Blick auch auf das Profil des LUCAS Filmfestivals des Deutschen Filminstituts scheint mir das ein guter Anlass, über die Definition eines guten "Jugendfilms" nachzudenken.

Selbst kleine Kinder sind in der Lage, anspruchsvollere Antworten auf gut gemachte Erzählungen zu geben, als man ihnen in der Regel zugesteht. Kinder und Jugendliche werden ja keineswegs mit einer begrenzten ästhetischen Sensibilität geboren, aber Filmemacher behandeln sie oft als solche und produzieren filmisches Junk-Food für sie, das schnell konsumiert werden kann. Produzenten verlassen sich allzu oft auf formelhafte Geschichten und einfallslose Fortsetzungen. Ausnahmen gibt es in der abendfüllenden Animation, einem Genre, das oft als "nur für Kinder" abgetan wird.

Natürlich ist im Kino Platz für eine Vielzahl unterschiedlicher Filmtypen und für verschiedenes Publikum. Die Besucher von Filmen, die auf "Familienpublikum" zielen, werden meines Erachtens jedoch außergewöhnlich gut bedient. Aus dieser Gruppe von Filmen entstehen Kinoklassiker: Sie sprechen Menschen jeden Alters an und werden wegen ihrer Menschlichkeit, ihrer weithin zitierten Dialoge und ihrer emotionalen Kraft zu Trittsteinen für Kultur. Es ist schwer, solche Filme zu machen, aber wäre es nicht wunderbar, wenn mehr Filmemacher es versuchen würden?

Kreative Menschen mit starken Meinungen und der Fähigkeit, den eigenen Standpunkt zu artikulieren: So sieht das LUCAS Filmfestival sein junges Publikum, das bei LUCAS selbstverständlich auch in der Jury mitmischt.

LUCAS sucht Filme, die sich diesem Publikum mit Respekt nähern und Filmemacher, die ein Publikum jeden Alters begeistern – nicht nur Eltern, Großeltern, Lehrer, Freunde oder ältere Geschwister. Ich möchte jeden „unbegleiteten“ Erwachsenen ermutigen, LUCAS zu besuchen. Ich verspreche Ihnen, Sie werden überrascht und begeistert sein von dem filmischen Erlebnis, das Sie erwartet.

Und somit wünsche ich allen eine interessante Lektüre des vorliegenden Heftes.

Ellen M. Harrington

Direktorin Deutsches Filminstitut / Deutsches Filmmuseum, Frankfurt

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