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Kultur der Nachhaltigkeit

Kultur der Nachhaltigkeit

Zum dritten Mal vergibt Hessen den "Preis für nachhaltiges Kino"

Von Erwin Heberling*

In der Film- und Kinobranche ist das Thema Nachhaltigkeit kein Fremdwort mehr. Die Filmförderung Schleswig-Holstein vergibt an umweltfreundlich entstandene Filme einen „Grünen Drehpass“, bei der MFG Baden-Württemberg steht den Produzenten ein „Green Consultant“ als Berater zur Verfügung. Im Kinobereich hat sich Hessen einen Namen gemacht und 2016 als erstes und bislang einziges Bundesland einen „Preis für nachhaltiges Kino“ eingeführt. Für die Kinobranche bietet sich damit eine gute Gelegenheit, ihre Betriebe unter die Lupe zu nehmen und mit innovativen Ideen weiterzuentwickeln.

„Nachhaltiges Kino“ bezieht sich auf unterschiedlichste Aspekte und soll nicht nur in ökologischer, sondern auch in ökonomischer, sozialer und kultureller Hinsicht verstanden werden. Entsprechend vielfältig sind die Kriterien, anhand deren die Kinos ihre nachhaltigen Maßnahmen und Pläne darlegen können: Sie reichen von Ressourcenmanagement und Energieeffizienz über Publikumsbindung und Programmgestaltung bis hin zu Barrierefreiheit und Inklusion.

Wie die bisherigen Erfahrungen zeigen, ist allein schon die Beschäftigung mit der Thematik für jedes Kino gewinnbringend. Dies passt zur Intention des Preises, bei dem es nicht um perfekte Konzepte und die Erfüllung aller Kriterien geht, was ohnehin kein Kino schaffen würde, sondern um vorbildliches Engagement und den Mut zu neuen Wegen. Da sich die einzelnen Betriebe und nachhaltigen Maßnahmen kaum vergleichen lassen, kommt es für die Bewertung vor allem auf das überzeugende Gesamtbild eines Kinos an. Damit konnten in den ersten beiden Jahren gleich 11 Bewerber überzeugen: neben den Preisträgern (Capitolkino Witzenhausen und Cineplex Baunatal) wurden weitere neun Kinos mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Am 26.Juni wird der mit 5.000 Euro dotierte Preis im Frankfurter Kino „Orfeo´s Erben“ nun zum dritten Mal vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) vergeben. Die Organisation der Ausschreibung und der Preisverleihung liegt erneut in Händen des Film- und Kinobüros Hessen. Für Einzelberatung steht die in Nachhaltigkeitsprojekten profilierte Frankfurter Firma „Lust auf. Besser Leben Gmbh“ zur Verfügung. Über die Qualität der Anträge entscheidet wie in den Vorjahren eine ausgewählte, unabhängige Jury.

* Der Autor ist Geschäftsführer des Film- und Kinobüros Hessen

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